Umstellung auf ein Zwei-Schicht-System. Interview mit Herr Kasprzik von IDENTICA Barutzky

Liebe IDENTICA Partner, 

auf Schichtbetrieb umstellen oder ganz normal weiterarbeiten? Eine der vielen Fragen, die gerade auf Ihrer Agenda stehen. Einerseits, um das Risiko zu minimieren, bei einer Corona-Infektion eines Mitarbeiters gleich alle nach Hause schicken zu müssen. Und andererseits, um die vorhandenen Kapazitäten besser auszulasten. Wir haben für Sie in einem IDENTICA Betrieb nachgefragt, wie die Umstellung auf ein Zwei-Schicht-System beim Team ankommt und welche Effekte sich nebenbei einstellen.  

Mit freundlichen Grüßen, 
Ihr IDENTICA Service-Center 
 



„Großes Lob an die Mannschaft“ 

Bei IDENTICA Barutzky im nordrhein-westfälischen Overath läuft seit knapp zwei Wochen der Zwei-Schicht-Betrieb. Junior-Geschäftsführer Marco Kasprzik hat das Schichtsystem ausgetüftelt. Wie es läuft und was die 30 Mitarbeiter sagen – hier geht’s zum Interview. 
 
Herr Kasprzik, Schichtbetrieb seit dem 18. März bei IDENTICA Barutzky – wie läuft’s? 

Marco Kasprzik: Sehr gut! Ich muss als erstes unserer Mannschaft ein großes Lob aussprechen. Unsere 30 Mann haben die Umstellung auf Schichtbetrieb ohne Beschwerden akzeptiert. 

Warum haben Sie sich dazu entschlossen? 

Marco Kasprzik: Ganz klar aus dem Grund, dass wir vermeiden wollen, dass im Falle einer Corona-Infektion alle Mitarbeiter nach Hause müssen. Dann können wir hier dichtmachen. Durch die Aufteilung in zwei Teams, die sich nicht begegnen, wollen wir dieses Risiko minimieren. Im schlimmsten Fall müssten dann hoffentlich nur 15 Mann nach Hause und nicht alle. 

Wie haben Sie die Abläufe geregelt? 

Marco Kasprzik: Es ist relativ einfach: ein Team beginnt morgens um sechs und arbeitet bis zwölf. Die ziehen sich dann um und sind lange vom Hof, wenn das nächste Team um halb eins kommt. Währenddessen geht unser Wagenpfleger durch und desinfiziert alle Türklinken, Tastaturen und Flächen, die alle anfassen.  

Kein Acht-Stunden-Tag mehr? 

Marco Kasprzik: Nein. Aktuell haben wir es so geregelt, dass alle sechs Stunden ohne Pause arbeiten, also nur mal zwischendurch ins Brötchen beißen. Und für vier Wochen Schichtbetrieb bekommt jeder Mitarbeiter fünf Urlaubstage abgezogen. Damit waren alle einverstanden. 

Also keine Kurzarbeit bei Ihnen? 

Marco Kasprzik: Das wissen wir noch nicht. 

Was sind die Herausforderungen beim Schichtbetrieb? 

Marco Kasprzik: Damit die Kollegen um sechs Uhr vernünftig mit der Arbeit beginnen können, müssen natürlich die Autos da sein. So früh kommt aber kein Kunde. Also müssen wir darauf achten, dass die Autos schon am Vorabend da sind. Und wir haben die Arbeitsabläufe angepasst: wenn die Spätschicht alle Autos zum Lackieren vorbereitet, dann schafft die Frühschicht am anderen Tag mehr Durchläufe in der Kabine.  

Das klingt effizient. 

Marco Kasprzik: Ganz genau. Und außerdem sparen wir Energie, da wir die Kabine nicht mehrfach am Tag aufheizen. 

Fazit? 

Marco Kasprzik: Was wir zunächst als Notlösung gesehen haben, ist bei näherem Hinsehen nicht schlecht. Einige Mitarbeiter haben schon geäußert, dass sie den Schichtbetrieb auch in Ordnung fänden, wenn sich die Lage wieder normalisiert hat. Netter Nebeneffekt der Umstellung: Wir können den Kunden verlängerte Öffnungszeiten anbieten.